Montag, September 18, 2006

The Internet is for porn

Tja, auch ich lerne dazu: ursprünglich wollte ich jetzt etwas über mein Verhältnis zum Internet
und zu Blogs allgemein schreiben, aber das kann man ja auch wunderbar in zwei Teile splitten und trotzdem noch überlange Beiträge basteln. Nun also: the internet&me, eine schwierige Liebe, die durch einen Blog der von niemandem gelesen wird sicher nicht einfacher wird.

Das erste Mal "richtig" in Berührung mit diesem Internetdings kam ich irgendwann '99: ich bekam von der Uni mehr oder weniger automatisch eine eMail-Adresse und dort gab es Terminals, die zur Benutzung des weltweiten Netzes einluden. Da wir für einen Kurs ein hochmodernes Internet-Tutorium "besuchen" mußten, waren wir auch gezwungen das Netz zu nutzen und ich verwendete es
eigentlich zunächst nur, um mich zu unterhalten - ich chattete und fand in $norddeutschem_chat bald Freunde, Bekannte, Feinde und sogar sinnvolle Unterhaltungen, obwohl ich so ziemlich als allererstes von einer über-50-jährigen angegraben wurde die dann auch gleich meine Telefonnummer wollte. Diesen ersten Schreck überwunden blieb ich und verwendete das Netz eigentlich für kaum mehr, bis zum Umzug in ein Studentenwohnheim mit Standleitung, obwohl ich vorher schon einige Zeit mit meinem 56000er-Modem auf der Datenautobahn verbrachte. Für heutige Verhältnisse war der kleine, aber feine $norddeutsche_chat brav und ruhig und ist mittlerweile auch eingeschlafen und kaum noch besucht, aber auch so wurde mir das chatten irgendwann langweilig, obwohl ich es lange Zeit nie wirklich aufgegeben habe.

Die "klassischen" Dienste wie ebay oder amazon habe ich kaum benutzt, sondern weiterhin Chats, die ersten Blogs (obwohl sie noch nicht so hießen) und, in etwa in der Reihenfolge: napster, napster, audiogalaxy (kennt das eigentlich noch irgendjemand?), aimster und zuletzt kazaa - erwähnte ich schon daß ich Musik mag, und zwar auch durchaus abseitige?
Alle jemals heruntergeladenen Dateien habe ich selbstverständlich mittlerweile gelöscht, versteht sich ja von selbst, aber einige Kleinode waren schon dabei, die es sonst nicht wirklich auf einfachem Wege gegeben hätte.

Nach einem halben Jahr in $land_in_südostasien, wo ich für eine Internet-Klitsche arbeitete und es zwangsläufig auch exzessiv nutzen mußte (und auch verschiedene Tricks gelernt habe die man nicht lernen würde wenn die History nicht täglich in der Mittagspause gecheckt wird, um Überwachung zu üben) und einigen Jahren in denen verschiedene Trends kamen und gingen (chatten, ebay [kurz], $browserbasiertes_onlinegame1, $browserbasiertes_onlinegame2, Blogs) und auch pron (ich sagte doch ich bin nerdig) hinzukam würde ich mich heute als "normalen" User bezeichnen, der auch mal damit klarkommt, daß das heimische Netz 6 Wochen nicht funktioniert.

Und jetzt habe ich grade beschlossen die Zweiteilung in eine Dreiteilung zu verwandeln, denn im nächsten Post geht es um das Verhältnis des Schnuffelchens zum Netz.

Nachtrag:

Meine icq-Nummer ist übrigens siebenstellig, das zeigt wohl an daß ich auch da schon relativ früh dabei war - bei wieviel Stellen sind die eigentlich inzwischen? Mal abgesehen davon daß ich meine icq-Nummer auswendig weiß, wo ich doch nicht wirklich gut bin im Zahlen-auswendig-wissen, aber das kam eigentlich auch erst relativ spät und mit der Notwendigkeit, sich auch mal an anderen Rechnern bei über icq zu kommunizieren. Daß ich icq eigentlich praktisch überhaupt nicht mehr nutze außer zur Kommunikation mit Schnuffelchen versteht sich dabei übrigens fast von selbst, oder?

Über Schnuffelchen und icq gibt's auch nochmal ein paar Bände zu berichten, aber ich sollte erstmal den Folgetext zu diesem hier fertigstellen bevor ich mich daran mache.