Freitag, September 29, 2006

Neue Sprichwörter, (c) by schnuffelchen

"Fisch und Fisch gesellt sich gern." 

Dienstag, September 26, 2006

Sprüche reloaded

Und wie komme ich da überhaupt drauf? Weil im $lokalen_Schmierblatt stand, daß 7% aller Deutschen bereits (?!) ein(en) Blog betreiben, neben einigen weiteren sinnlosen Statistiken, natürlich auch (wie gerne so oft) vermischt sowohl bezogen auf deutsche als auch amerikanische Internet-Nutzer.

Wenn ich mich also grade nicht beim groben Überschlagen (und ich bin nicht gut mit Zahlen, was man auch schon daran erkennt daß meine icq-Nummer achtstellig ist und nicht sechsstellig wie ich kürzlich behauptet habe) nicht alles täuscht heißt das: 5,6 Millionen Deutsche betreiben ein(en) Blog. Wenn ich mich verrechnet habe, bitte ich um Korrektur in den Kommentaren (in der Hoffnung daß das überhaupt funktioniert).

Und alle, aber auch wirklich alle, prügeln grade auf Herrn Steinhöfel ein (wahrscheinlich übrigens zu Recht, aber das ist eine andere Sache).

Sprüche

Schnuffelchen so: "Arschhaare, das ist doch so ein Spruch der nur einem Mann einfallen kann. Sowas sagen doch nur Männer!"

Ich so: "???"

Sie so: "Naja Arschhaare, das ist doch so ein Spruch."

Ich so: "Nein, das ist nur EIN WORT!"

Sie so: *weiteres lamentieren über das Wort*

Nun ja, kurz zuvor war ich daran gescheitert ihr zu erklären was an dem chinesischen Namen "Hung Long" so lustig ist, aber das ist ja sowieso männlich-pubertär und nur im englischsprachigen Raum wirklich witzig. Oder ich bin allgemein sowieso der Einzige der das witzig findet.

Aber falls ich es noch nicht erwähnt hatte: eigentlich mag ich keine Sprüche und Sprichworte - immer schön einen Allgemeinplatz 'raushauen der eigentlich überhaupt keine Aussage hat, da kann man auch gleich "nachts ist kälter als draußen" sagen. All-time-favourite in der Hinsicht (naja, nicht ganz, weil kein Spruch, aber egal): "Sag' mal, warum haben Frösche eigentlich keine Haare?", komplett ohne irgendeinen Zusammenhang gefragt, allerdings nicht vom Schnuffelchen.

Haßobjekt Nr. 1 (was mich jetzt der Möglichkeit beraubt, daraus eine Reihe zu machen, aber ich hätte jetzt auch keine Lust ständig neue Listen zu machen - ich mag High Fidelity und auch Nick Hornby, nicht zuletzt wegen der Fußball-Affinität, aber "Top 5" oder "Top 10" kriege ich doch meistens nicht hin, weil es a] soviel Gutes (und Schlechtes) gibt und weil b] ich meistens nicht in der Lage bin eine Reihenfolge zu schaffen):

der mit der Statistik. Und dem Fälschen. Ihr wißt schon. Es weiß jeder, es kennt jeder und trotzdem: oft verwendet und nie wirklich durchschaut, auch nicht von mir.

Viel besser ist da doch der:

83 Prozent aller Statistiken sind frei erfunden.

Den Spruch finde da wesentlich besser, auch wenn er von erstaunlich vielen Leuten nicht verstanden wird, aber ein "arrogantes A*schloch-Blog" hatte ich ja auch schonmal angedacht.

Und, zur Erinnerung an mich: ich sollte mal einen Eintrag zum Thema "gezwungene Didaktik" machen, er hat was mit dem Wort (und nur mit dem Wort!) "Teufelskreis" zu tun.

Zweitbester Spruch zum Thema:

87,43163% aller Statistiken gaukeln eine Genauigkeit vor, die durch die die wissenschaftliche Messung nicht begründet ist.


Und jetzt komm' sie!

Freitag, September 22, 2006

Und jetzt unterbrechen wir das laufende Programm für etwas Musik

Bin ich eigentlich der Einzige der beim Hören der (inzwischen auch nicht mehr ganz so neuen) neuen und ach so "rauhen, elektronischen, ungeschliffenen" Single von Justin Timberlake (yeah baby, gebt mir wenigstens google-hits wenn schon sonst niemand das hier liest) das Gefühl hat daß das so klingt wie der (ebenfalls nicht mehr ganz so neue)"neue", nicht-mehr-so-richtig-Hip-Hop-sondern-mehr-Elektro-Stil von Deichkind? Oder gibt's da draußen überhaupt keine Leute mehr die Justin noch hören weil er a) für Teenies zu alt und b) für Erwachsene zu kindisch ist, so wie Robbie W. ja auch irgendwie auf dem absteigenden Ast zu sein scheint?

Zumindest moderiert er ja die MTV Awards. Was man ja auch durchaus als Anzeichen für den Niedergang der Karriere interpretieren könnte. Wenn man denn fies sein wollte.

(Drüber nachgedacht wegen dem popkulturjunkie seine Gedanken über Robbie, bei dessen Konzert am Hockenheimring und auch anderswo doch nicht ganz so die Schwarzmarktpreise [auch via ebay] liefen die alle erwartet hatten nachdem alle Konzerte im Vorverkauf vor einem Dreivierteljahr oder so innerhalb weniger Stunden [!] ausverkauft waren. Ich hoffe einige professionelle Schwarzmarkt-Ticket-Händler haben sich dabei so in den A**** gekniffen wie mit den McTickets [4x Reisen durch ganz Deutschland für nur 99,99 oder so, gab's Anfang des Jahres oder so mal bei dem Burgerbrater mit dem goldenen M, die Älteren unter uns werden sich noch erinnern]. Aktionen wie das "Lidl-Ticket" lassen sich halt doch nicht willkürlich wiederholen.)

Und jetzt war die Anmerkung in Klammern fast länger als der ursprüngliche Beitrag UND hat am Schluß gar nix mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun. Wenn man so nicht A-Blogger wird dann weiß ich's auch nicht *g*

Schnuffelchen vs. Nahrung I

Wie die meisten Frauen findet mein Schnuffelchen sich zu dick, was sie aber nicht davon abhält, durchaus auch mal größere Mengen Essen zu vertilgen und danach noch spezielle Leckerbissen wie Joghurt, Milchschnitte o. ä. zu verlangen (und dann furchtbar angenervt zu reagieren wenn ich Ihren Wünschen nicht nachkommen kann).

Kürzlich habe ich Ihr (auch aus Rache) mal 'ne Packung $toffeehaltige_Süßigkeit weggefuttert (wobei sie daran auch durchaus Anteil hatte), woraufhin ich selbiges besorgte und ihr kredenzte. Zunächst einmal entfernte sie das Zellophanpapier vollständig (nicht ohne sich über die Art der Verpackung, auch bei Kassetten damals üblich, aufzuregen) und zerfetzte es so, daß man es auch ganz sicher nicht mehr über die Packung schieben könnte wenn man dies denn zu Zwecken der Konservierung gewollt hätte.

Dann nahm sie eines, aß es halb auf und meinte, nachdem ich mir auch eins genommen hatte, kauend und die zweite Hälfte von ihrem in den Mund steckend: "Na, Du nimmst natürlich gleich zwei". Erst einen kurzen Moment später stellte sie fest, daß sie ja selbst schon ein &tofeehaltiges Süßigkeit aus der Packung genommen hatte und später meinte sie, daß sie sich tatsächlich ernsthaft darüber gewundert hätte warum schon zwei Stück in der Packung fehlen obwohl ich erst einmal zugegriffen hatte...

Ja, auch solche Aussetzter finde ich (meistens) süß, auch wenn man sich furchtbar drüber aufregen könnte.

Schnuffelchen vs. die deutsche Sprache II

"Die Vorsicht ist die Mutter in der Porzellankiste."

Bei der darauffolgenden Diskussion bestand Schnuffelchen darauf daß das korrekte Sprichwort "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste" absolut keinen Sinn machen würde, weil man dann ja auch sagen könnte "Vorsicht ist der Vater des Regenbogens" oder "Vorsicht ist die Mutter der IKEA-Gläser (weil die ja so leicht kaputtgehen).

Und ja, wenn ich in der richtigen Stimmung bin finde ich das auch süß.

Dienstag, September 19, 2006

Verdammich!

Tja, wer zu spät kommt und so - hatte ich schonmal erwähnt daß ich abgedroschene Sprüche und
 Sprichworte nicht besonders mag? Hier trifft's aber tatsächlich zu...

Als ich Samstag (oder wann's war) nach der Tagesschau zu langsam weggezappt habe fiel es mir durchaus auf, daß die Schlagersendung im Ersten mit Florian Silbereisen von einer Hornhautreduzierungscreme präsentiert wird. Gebloggt hab' ich's nicht.

Und grade war's bei Raab.

Du mußt noch viel lernen, junger Blog-Padawan...

Murphy's Law I

 Über das Gesetz von Murphy und seine Abwandlungen bzw. daß das, was eigentlich meistens als "Murphy's Law" bezeichnet wird eigentlich "Finagle's Law" oder das Gesetz von irgendjemandem anderes ist: ein andermal.

Heute saß eine Mücke in meinem Zimmer, genau auf dem entblößten Bein von Mrs. Mia Wallace.

Ja, ich habe draufgepatscht, obwohl ich wußte daß das a) Mückenflecken gibt und b) der Handabdruck auf dem schwarzen Hochglanzposter ewig sein wird.

Und ja, die Mücke flog unversehrt auf und davon, als ich die Hand wieder weg nahm.

Schnuffelchen vs. die deutsche Sprache I

Typ im Fernsehen so: "...  Der frühe Vogel fängt den Wurm ... "

Schnuffelchen so: "Der frühe Vogel fängt den Wurm? Heißt das wirklich so? Heißt das nicht "Morgenstund hat Gold im Mund"?"

Ich so: *wtf?*

Montag, September 18, 2006

Mein Schnuffelchen vs. the Internet

Also, direkt hinterher erstellt (ich glaube ich sollte wirklich noch ein bißchen übers bloggen lernen):
die Beziehung zwischen dem Internet und meinem Schnuffelchen könnte man wohl eher als Haßliebe bezeichnen, denn ihrer Meinung nach lauern hinter jeder Fiberglaskabelbiegung notgeile Schlampen die nur darauf warten, ihren Freund das PMS-Opfer auf der Stelle flachzulegen, ob der nun will oder nicht.

Ihre erste Begegnung mit dem Netz fand noch vor meiner statt, als sie und meine zweitbeste Freundin sich während eines Urlaubs in Amsterdam eMail-Adressen machen (auch mir wurde übrigens Mitte der 90er bereits eine Adresse von einem Kumpel eingerichtet: XXXXXXX@thepentagon.com . Ich frage mich bis heute,
ob es nun gut ist daß ich nie drauf zugreifen konnte weil der werte Herr mir nie die Zugangsdaten gegeben hat oder nicht, aber man soll ja bekanntlich eh nicht über vergossene Milch weinen.

Dann gab's allerdings eine größere Verzögerung, bis mein Schnuffelchen das Chatten entdeckte und dank ihrer persönlichen Begabung alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen auch bald in $regionalem_süddeutschem_chat zum Star avancierte. Problem war nur, daß sie dadurch eben auch lernte, wie es beim chatten so zugehen kann und das führte zu oben erwähntem Syndrom.

Nicht, daß sie das nicht auch genutzt hätte: bevor wir zusammenkamen hat auch sie einige Männer im Netz kennengelernt und auch getroffen, nur nahm sie mir übel, daß ich ihr in die Chats folgte um zu gucken was sie da so treibt, obwohl wir zu dem Zeitpunkt noch nicht zusammen waren.

Heftigste Story war dann, daß ich, unbedarft wie ich war, ohne sie auf einem Chattertreffen des $regionalen_süddeutschen_chats war und einer erwiesenermaßen häßlichen Chatterin einen Glühwein mitbrachte. Diese nahm das falsch auf und fiel sofort mit mir in Liebe, um mal einen eingedeutschen Anglizismus einzuwerfen, was aber noch nicht einmal das Schlimmste war. Viel schlimmer: ein uns beiden Bekannter anderer Chatter nahm mich im Auto mit und wußte daher genau wie ich die Party verlassen hatte, was ihn aber nicht davon abhielt, Schnuffelchen zu erzählen, ich wäre mit besagter häßlichen Chatterin abgezogen - eine glatte Lüge, motiviert durch Interesse am Schnuffelchen und ein harter Prüfstein unser aufknospenden Beziehung.

Darüber hinaus auch äußerst schräg veränderte sich auch vor nicht allzulanger Zeit und bereits während der Beziehung die Betrachtungsweise des Schnuffelchens gegenüber so manch anderem "Ding" im Internet, speziell einem browserbasierten onlinegame in dem
es darum geht Gangster zu spielen. Ich hatte eine Phase in der ich dieses Spiel recht stark frequentierte, diese war allerdings schon wieder am abklingen und ich hatte es eigentlich schon aufgegeben, ihre Eifersucht auf ein Spiel zu kritisieren. Bis ich ihr das Spiel gezeigt habe. Innerhalb kürzester Zeit machte sie ungefähr dreimal soviele Punkte als ich und ist auch heute noch stark engagiert, während ich kaum noch spiele, weil mein Interesse inzwischen beinahe vollständig eingeschlafen ist.

Die Bedrohung durch andere Frauen im Internet ist aber weiterhin durchaus mehr oder weniger real - so war Schnuffelchen schon mehrfach eifersüchtig weil ich einer offensichtlich weiblichen Posterin in einem Forum half und auch noch nett und höflich war, ähnlich wie im besagten online-Game. eMails schreibe ich sowieso so gut wie gar nicht mehr, aber was für eine Krise es wäre wenn ich irgendjemandem eMailen würde und Schnuffelchen findet's raus? Apokalyptisch. Noch viel gefährlicher sind allerdings Chats aller Art, was Schnuffelchen schonmal dazu bringt, google stundenlang nach alten Nicknames von mir zu durchforsten, um auch nur irgendwelche Spuren von unzüchtigem Verhalten festzustellen

The Internet is for porn

Tja, auch ich lerne dazu: ursprünglich wollte ich jetzt etwas über mein Verhältnis zum Internet
und zu Blogs allgemein schreiben, aber das kann man ja auch wunderbar in zwei Teile splitten und trotzdem noch überlange Beiträge basteln. Nun also: the internet&me, eine schwierige Liebe, die durch einen Blog der von niemandem gelesen wird sicher nicht einfacher wird.

Das erste Mal "richtig" in Berührung mit diesem Internetdings kam ich irgendwann '99: ich bekam von der Uni mehr oder weniger automatisch eine eMail-Adresse und dort gab es Terminals, die zur Benutzung des weltweiten Netzes einluden. Da wir für einen Kurs ein hochmodernes Internet-Tutorium "besuchen" mußten, waren wir auch gezwungen das Netz zu nutzen und ich verwendete es
eigentlich zunächst nur, um mich zu unterhalten - ich chattete und fand in $norddeutschem_chat bald Freunde, Bekannte, Feinde und sogar sinnvolle Unterhaltungen, obwohl ich so ziemlich als allererstes von einer über-50-jährigen angegraben wurde die dann auch gleich meine Telefonnummer wollte. Diesen ersten Schreck überwunden blieb ich und verwendete das Netz eigentlich für kaum mehr, bis zum Umzug in ein Studentenwohnheim mit Standleitung, obwohl ich vorher schon einige Zeit mit meinem 56000er-Modem auf der Datenautobahn verbrachte. Für heutige Verhältnisse war der kleine, aber feine $norddeutsche_chat brav und ruhig und ist mittlerweile auch eingeschlafen und kaum noch besucht, aber auch so wurde mir das chatten irgendwann langweilig, obwohl ich es lange Zeit nie wirklich aufgegeben habe.

Die "klassischen" Dienste wie ebay oder amazon habe ich kaum benutzt, sondern weiterhin Chats, die ersten Blogs (obwohl sie noch nicht so hießen) und, in etwa in der Reihenfolge: napster, napster, audiogalaxy (kennt das eigentlich noch irgendjemand?), aimster und zuletzt kazaa - erwähnte ich schon daß ich Musik mag, und zwar auch durchaus abseitige?
Alle jemals heruntergeladenen Dateien habe ich selbstverständlich mittlerweile gelöscht, versteht sich ja von selbst, aber einige Kleinode waren schon dabei, die es sonst nicht wirklich auf einfachem Wege gegeben hätte.

Nach einem halben Jahr in $land_in_südostasien, wo ich für eine Internet-Klitsche arbeitete und es zwangsläufig auch exzessiv nutzen mußte (und auch verschiedene Tricks gelernt habe die man nicht lernen würde wenn die History nicht täglich in der Mittagspause gecheckt wird, um Überwachung zu üben) und einigen Jahren in denen verschiedene Trends kamen und gingen (chatten, ebay [kurz], $browserbasiertes_onlinegame1, $browserbasiertes_onlinegame2, Blogs) und auch pron (ich sagte doch ich bin nerdig) hinzukam würde ich mich heute als "normalen" User bezeichnen, der auch mal damit klarkommt, daß das heimische Netz 6 Wochen nicht funktioniert.

Und jetzt habe ich grade beschlossen die Zweiteilung in eine Dreiteilung zu verwandeln, denn im nächsten Post geht es um das Verhältnis des Schnuffelchens zum Netz.

Nachtrag:

Meine icq-Nummer ist übrigens siebenstellig, das zeigt wohl an daß ich auch da schon relativ früh dabei war - bei wieviel Stellen sind die eigentlich inzwischen? Mal abgesehen davon daß ich meine icq-Nummer auswendig weiß, wo ich doch nicht wirklich gut bin im Zahlen-auswendig-wissen, aber das kam eigentlich auch erst relativ spät und mit der Notwendigkeit, sich auch mal an anderen Rechnern bei über icq zu kommunizieren. Daß ich icq eigentlich praktisch überhaupt nicht mehr nutze außer zur Kommunikation mit Schnuffelchen versteht sich dabei übrigens fast von selbst, oder?

Über Schnuffelchen und icq gibt's auch nochmal ein paar Bände zu berichten, aber ich sollte erstmal den Folgetext zu diesem hier fertigstellen bevor ich mich daran mache.

Sonntag, September 17, 2006

Schnuffelchen

Tja, ich sitze auf der Arbeit und habe nichts zu tun, was tatsächlich so etwas wie einen hohen "kreativen Output" bedingt, wenn man das Geschreibsel was ich hier an die Toilettenwand des Internets schmiere denn so bezeichnen mag. Andererseits sollten m. E. so ein paar grundsätzliche Sachen erklärt werden, um diesen Blog, nun ja, verständlich zu machen und eben auch "einordnbar" (und ja, ich schätze das Wort habe ich soeben erfunden).

Also, meine Arbeit beim $örtlichen_Konzertveranstalter besteht momentan darin, anwesend zu sein, da im Saal gerade eine Club-Veranstaltung mit DJ stattfindet. So ziemlich die ganze Belegschaft ist sowieso im Haus, allerdings um zu feiern, von daher ist meine Anwesenheit heute noch überflüssiger als sonst und das gibt mir die Gelegenheit, ein bißchen zu schreiben. Ich habe früher, speziell zu Zivizeiten, übrigens 'ne Menge Briefe geschrieben, so auf Papier und mit 'nem Stift und so.
Es gab damals sogar Leute die behaupten, daß sie meine Art zu schreiben mögen, aber das
soll jeder für sich entscheiden. Das Briefschreiben ist aber irgendwann irgendwie eingeschlafen und so ist das bloggen eben mein Ersatz dafür. Briefe schreiben könnte ich allerdings so oder so keine mehr, selbst wenn ich wollte, denn Schnuffelchen hat ein Problem mit jedem, und damit meine ich JEDEM Kontakt von mir mit weiblichen Wesen die "ihr gefährlich werden könnten". Logische Ausnahmen sind demnach Lesben und Frauen, die einen Freund haben, ihr Raster das ihrer Meinung nach gutaussehende Frauen aussiebt ist allerdings ein wesentlich weit gefaßteres als meines.

Aber von Anfang an und um das gleich mal klarzustellen: ich liebe mein Schnuffelchen, auch wenn das manchmal nicht so einfach ist, und das sage ich nicht nur weil sie als ich ihr von der Idee eines Blogs erzählt habe meinte "ok, das darfst Du tun, aber nur, wenn Du auch das Positive schreibst". Mit anderen Leuten über sie zu reden darf ich nämlich eigentlich nicht (und mit Frauen schon gar nicht), weil ich (in ihrer Wahrnehmung) "immer nur das Negative" erzähle (was auch nicht wirklich ein Wunder sein dürfte, das ist nunmal doch meistens das Interessantere).

Damit sind wir aber schon wieder mittendrin und ich wollte doch zum Anfang - mein Schnuffelchen ist etwa zwei Jahre älter als ich und ist vermutlich unter anderem deshalb so wie sie ist weil sie eine Halbwaise ist, da ihr Vater gestorben ist als sie etwa acht Jahre alt war. Das hat dann dazu geführt, daß sie quasi das Leben einer Prinzessin geführt hat (vorher vermutlich auch schon, aber dann erst recht): Erstgeborene, (ein jüngerer Bruder) Augapfel ihrer Mutter, verwöhnt bis zum Gehtnichtmehr und dementsprechend, nunja, verzogen. Sie ist halt so, wie frau wird, wenn frau praktisch immer alles bekommt was frau will und wenn etwas nicht so klappt wie sie das will dann ist auch ganz schnell Streß angesagt, egal aus welchen Gründen sie ihren Willen nicht bekommt. Damit eng verknüpft ist auch ein hoher Grad an Materialismus bzw. Geld spielt eine sehr wichtige Rolle für ihr Leben und ihr Sein - per se nichts schlechtes, nur ungünstig wenn sich das so auswirkt daß Geld, sobald es da ist, ausgegeben wird, weil's ja (zwangsläufig) bald nicht mehr da sein wird, aber auch das ist eine andere Geschichte.

Neben der Existenz als meine persönliche Diva hat der Tod ihres Vaters aber auch ein riesiges und bisher größtenteils unaufgearbeitetes Trauma hervorgebracht, nämlich starke Verlustängste und ein defektes Selbstvertrauen, das sich zwar im Alltagsleben kaum auswirkt (jedenfalls nicht auf den ersten Blick), aber natürlich auch wesentlicher Bestandteil ihres Seins ist.

Ach ja, ich hätte vielleicht vorwarnen sollen daß dieser Text ein einziger Ausbund aus Küchenpsychologie wird, aber ich versuche hier halt grade, der allgemeine Ausgangssituation einen Rahmen zu geben, um eine vernünftige Basis zu schaffen.

So, wo war ich? Ach ja: durch einen großen Verlust in früher Kindheit seelisch verletzt und gleichzeitig prinzessinnenhaft verhätschelt waren die Beziehungen "vor mir" (die ich ja teilweise durchaus beobachten konnte) nicht wirklich von Erfolg gekrönt - sie braucht jemanden, der ihr stetig zu Füßen liegt und an dem sie sich trotzdem reiben kann, denn ein Mann der sie "nur" anbetet und alles für sie tut ist eben auch langweilig.

Diese Beziehungen im Einzelnen zu zerpflücken ist denke ich mal hier dann doch nicht ganz sinnvoll, wäre aber sicher eine Idee für eine Rubrik, genauso wie meine ehemaligen Beziehungen die auch nicht gerade ruhmreich geendet haben.

So oder so und egal, aus welchen Gründen, mein Schnuffelchen will stetig im Mittelpunkt stehen und das nicht nur bei mir, sondern überhaupt, und ist krankhaft eifersüchtig auf alles und jeden, was vermeintlich mehr Aufmerksamkeit von mir bekommen könnte als sie - das beinhaltet dann auch schonmal gerne sachliches wie browserbasierte Onlinegames (auch so eine Geschichte für sich), andere Frauen selbst wenn ich mich nur mal mit ihnen unterhalte und auch andere Männer und Arbeit jedweder Form.

Das wäre grundsätzlich ja auch noch nichtmal schlimm, wenn sich dieses Gefühl der mangelnden Aufmerksamkeit nicht in emotionalen Krisen entladen würden gegen die Gewitterstürme laue Lüftchen sind - dies bevorzugt während der PMS-Phase, womit wir wieder beim Namen dieses Blogs sind. Heulkrämpfe sind hier noch das Geringste, allerdings meistens nicht direkt auf etwas oder jemanden bezogen, sondern bevorzugt an Kleinigkeiten aufgehängt, die eigentlich total unwichtig sind (wie sie selbst schon des öfteren zugegeben hat).

Bevorzugte Feindobjekte sind natürlich andere Frauen, wobei das Ausmaß dessen was passieren könnte und das was in ihrem Kopf passiert sich diametral gegenüberstehen. So ist z. B. die Erwähnung der Sexbeziehung, die quasi zu unserer Beziehung geführt hat nach wie vor ein absolutes "don't", ebenso wie der Name einer ehemaligen guten Bekannten/Freundin von mir, mit der ich nach Schnuffelchens Meinung zuviel geredet bzw. kommuniziert habe (auch per icq und per sms), ohne auch nur jemals irgendwelche Hintergedanken gehabt zu haben. Problem war aber wohl, daß ich halt (in Schnuffelchens Wahrnehmung) mehr (und über andere Themen) mit dieser Frau geredet habe als mit ihr, meiner Freundin, und das geht halt nicht, obwohl es meistens nur um albernen Quatsch ging.

Die Konsequenz ist auf jeden Fall, daß ich soweit es möglich ist und war jedweden Kontakt zu weiblichen Wesen eingestellt habe, weil es keine andere Möglichkeit gibt. Das mag zwar banal klingen, ist aber doch für jemanden vergleichsweise schwierig der sowieso besser mit Frauen "klarkommt" als mit Männern (remember: Schnuffelchen war jahrelang nichts weiter als meine "beste Freundin") und hat u. a. dazu geführt, daß ich die Bekanntschaft mit meiner "zweitbesten Freundin" (die auch eine gute Freundin vom Schnuffelchen ist) vor einer Weile kündigen mußte.
Aber auch das ist eine Story für sich und soll ein anderes Mal erzählt werden, auch dieser Post ist schon wieder übelst lang, wird wahrscheinlich sowieso von niemandem gelesen und diese dauernden Verweise auf "später" machen's wahrscheinlich auch nicht besser.

Nun ja, mal sehen wie sich dieser Blog entwickelt, ich gebe zumindest die Hoffnung nicht auf daß es möglich ist dem Ganzen IRGENDWIE tatsächlich so etwas wie eine Struktur zu geben...

ICH! ICH! ICH!

So, hier bin ich nun, der neue Stern am Bloggerhimmel. Oder wahrscheinlich eher nicht, aber in seinem ersten Post der auch noch mit "ICH! ICH! ICH!" überschrieben ist kann man auch so etwas schon einmal machen.

Und da Blogs ja bekanntlich sowieso nur fortgeschrittene Onanie auf sich selbst sind kann man das wohl auch mal so gelten lassen. Bevor ich aber zu mir komme (schon so viele Wortspiele gleich im ersten Beitrag? Wow.) sollte ich vielleicht erstmal das "was" und das "wieso" klären. Wieso "pms-opfer"? Weil ich genau das bin, nämlich ein Opfer meiner Freundin und ihrer hormonellen Schwankungen, die, um sie mal direkt gleich zu zitieren, "auf keine Kuhhaut gehen". Auf Ihre Person wird in einem folgenden Posting noch eingegangen werden, im ersten Posting soll's ja um mich gehen, aber sie ist auf jeden Fall zentral für diesen Blog, auch wenn ich wahrscheinlich auch bei vielem was das Alltagsleben betrifft nicht die Fresse werde halten können.

In Zukunft wird meine Freundin hier jedenfalls als "Schnuffelchen" firmieren, denn ich betrachte diesen Blog als Projekt, das ich anonym verfolge. Schnuffelchen weiß von der Grundidee des Blogs, aber (noch) nicht, daß ich jetzt wirklich angefangen habe und ich habe auch Ihre Erlaubnis, allerdings unter der Prämisse, keine Namen zu nennen und auch keine Dinge wiederzugeben die Rückschlüsse auf meine bzw. ihre Person zulassen.

Das werde ich versuchen.

Trotzdem sollte ich ein bißchen was über mich schreiben, damit sich ein potentieller Leser vielleicht doch ein bißchen mit mir identifizieren kann - sicherlich ein wichtiger Faktor für einen "erfolgreichen" Blog. Und wenn ich hier schon so viel über "Erfolg" schreibe: sicher, es würde mich freuen, wenn ich den Ruhm und die Ehre eines gewissen Kellners erlangen könnte, mit Buchvertrag und so, aber ebenso genau weiß ich wie utopisch das ist - von wegen web 2.0 und so. Und wenn wir schon bei DEM Thema sind: sicher, Don Alphonso ist auf jeden Fall eins meiner Vorbilder, aber zum Thema Blogs im allgemeinen und im speziellen wird noch ein längerer Eintrag folgen. Nur soviel: auch ein gewisser Herr Winkel hat mich nicht unwesentlich beeinflußt.

So, und wer jetzt noch nicht aufgegeben hat weiß, daß meine Texte so oder so nicht unbedingt leicht nachvollziehbar und lesbar sind, sondern eher mit gelegentlichen Gedankensprüngen versehen sind, von daher ist nicht unbedingt immer das drin was draufsteht. So oder so: wem das (oder irgendetwas anderes) nicht paßt, braucht's nicht zu lesen, für konstruktive Kritik in den Kommentaren und auch per eMail bin ich immer zu haben. Wobei ich aber zu bezweifeln wage daß ich es schaffen werde, die Schachtelsätze die ich manchmal da so produziere zu vereinfachen - ich schreibe nunmal so, Verständnisfragen bin ich aber auch gerne jederzeit bereit zu beantworten.

Also, zum wichtigsten, nämlich zu mir (*hehe*). Geboren und aufgewachsen bin ich im ländlichen Schleswig-Holstein, bis meine Mutter sich entschloß, sich von meinem Vater zu trennen, weil der lieber (viele) andere Frauen vögelte und sie nicht damit klarkam. Ist ja auch verständlich, irgendwie - jedenfalls folgte dem Auszug vom "elterlichen Hof" eine mittlere Umzugsodysee, die einige Jahre andauerte. Ironischerweise fiel übrigens die Trennung meiner Eltern relativ zeitnah mit der deutschen Wiedervereinigung zusammen, aber das kann auch Zufall gewesen sein, ebenso wie die Tatsache daß ich zu dem Zeitpunkt zehn Jahre alt war und somit von der Grundschule direkt auf eine weiterführende Schule in $neuer_wohnort wechseln konnte. Aufgrund des ganzen Chaos, weil ich mich nicht getraut habe und auch weil die Empfehlung meiner Grundschullehrerin ging ich zunächst fünf Jahre auf eine Realschule in $kleines_Kaff_in_Norddeutschland, um dann nach dem erfolgreichen Abschluß doch noch auf ein "normales" Gymnasium zu wechseln. Dort, in $etwas_größeres_Kaff_in_Norddeutschland, traf ich dann mein Schnuffelchen, und zwar, weil ich als "der Neue" in Englisch am Rand sitzen mußte und sie ein paar Tage später aus dem Urlaub zurückkam und deshalb eben in meiner Nähe zu sitzen kam. Dieses zu-spät-kommen war übrigens typisch und dürfte schon ein Puzzleteil zur Ergründung ihres Wesens sein, aber dazu später.

Wir wurden beste Freunde ohne daß es jemals wirklich zwischen uns zu "etwas" gekommen wäre, verbrachten die Schulzeit miteinander und nachdem sie zwecks Jurastudium ("Nein, ich bin aber keine typische Juristin!" würde sie jetzt sagen) nach $mittelgroßes_Kaff_in_Süddeutschland zog folgte ich ihr nach dem Zivildienst, um $intermediäres_Studium zu studieren. Die Geschichte ist aber einen eigenen Eintrag wert, irgendwann mal. Wir waren auch dann noch lange Zeit nichts weiter als "beste Freunde", bis ich Ende 2004 eine leicht schräge "Sexbeziehung" mit einer etwas älteren Frau einging, die zu einem riesigen Streit mit Schnuffelchen führte. Die Versöhnung danach mündete dann in einer Beziehung (und das nachdem wir uns schon fast 9 Jahre kannten).

Wir sind jetzt also seit ca. 2 Jahren fest zusammen und ich bin und bleibe das Opfer ihrer hormonellen Schwankungen, die während der Zeit des Prä-menstrullen Syndroms besonders ausgeprägt sind, und damit kommen wir auch und tatsächlich noch dazu, wieso dieser Blog so heißt: ich bin zwar nicht unbedingt ein Weichei oder Warmduscher (und ja, es ist mir bewußt daß dies besonders oft von Leuten betont wird auf die genau dieses zutrifft).

Mein Schnuffelchen muß immer im Mittelpunkt stehen und so viel Aufmerksamkeit wie möglich auf sich ziehen, ob das nun meine oder die von irgendjemandem anders ist, und um dies zu dokumentieren, habe ich beschlossen, diesen Blog zu beginnen, da einige dieser Auswüchse vielleicht doch nicht ganz so alltäglich sind wie man denken könnte. Als "Bonus Feature" schafft meine Freundin es des öfteren, Sprichworte u. Ä. total durcheinander zu bringen, was durchaus unterhaltend sein kann. Klassiker? "Ich bin arm wie eine Fledermaus!" "Ich wollte Musik hören aber ich hatte keine Batterien in meiner Kamera" oder "Sind das Haschischpflanzen?" beim Anblick von Tomatensetzlingen.

Hm, und schon wieder vom Thema abgekommen, dabei sollte der zweite Eintrag doch eigentlich ausschließlich meinem Schnuffelchen gewidmet werden. Nun ja, was solls, so viel mehr gibt's eigentlich nicht mehr zu sagen, außer daß ich das $intermediäre_Studium mittlerweile mit mehr schlechtem als rechten Ergebnis abgeschlossen habe, aber immer noch in $mittelgroßes_Kaff_in_Süddeutschland feststecke, zum einen wegen meiner eigenen Lethargie, aber auch weil Schnuffelchen nicht besonders gut mit Veränderungen klarkommt (speziell wenn sie nicht von ihr initiiert werden, aber auch hierzu später mehr) und überhaupt und so. Ich mache momentan ein Praktikum bei $örtlicher_Konzertveranstalter (und das seit fast 9 (!) Monaten) und bin darüber hinaus Parasit des Volkskörpers, das allerdings quasi mit Ansage und eigentlich seit ich denken kann (Sozialhilfe, Schülerbafög, Bafög, Studienkredit etc. pp., und jetzt halt ALG II aka Hartz IV).

Was gibt's sonst noch zu mir zu sagen... ich benutze gelegentlich gerne Sternchen, um etwas auszudrücken, da ich früher mal extensives Chatten betrieb und bin auch sonst relativ nerdig, allerdings ohne tatsächlich irgendetwas richtig gut zu können (ein Prinzip das auch meinem Studium zugrundeliegt: Von allem 'n bißchen und nix richtig). Darüber hinaus mag ich mein Schnuffelchen (natürlich!), Popkultur im allgemeinen und, wenn ich mich festlegen müßte wohl am ehesten Comics (der Link ist nur ein Beispiel) im speziellen und halt noch 'ne ganze Menge anderer Sachen die viele andere Leute auch mögen - ich denke ins Detail gehen kann ich hier später auch immer noch.

So, das war jetzt fürs Erste wohl reichlich Egogew****e, ich stelle selbst fest daß meine Schreiblust doch nachläßt. Also, there u go, erster Post meines Lebens, mal sehen wieviele noch folgen mögen. Mal sehen ob sie alle tatsächlich so lang werden wie zwei DinA4-Seiten.